Internationaler Budoverband

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Geschichte

Prof. Julius Fleck

Fleck

Prof. Julius Fleck (1894 bis 1967), ein gebürtiger Ungar, begründete Judo-Do im Jahre 1949 als Weiterentwicklung des traditionellen Judo. Nach 17 Jahren praktischer Arbeit und zahlloser Judo-Kämpfe kam er zu dem Ergebnis, dass Judo Lücken aufwies und viele Möglichkeiten außer Acht ließ. Fleck fragte sich immer wieder, warum die Japaner nicht hängende und ziehende Bewegungen zu Würfen benutzten, da diese ja bereits eine vorzügliche Voraussetzung zur Gleichgewichtsbrechung darstellen und vor allem den Körper als logisches Ganzes zur Geltung kommen ließen. Außerdem stellte er fest, dass das abendländische Judo immer nur eine - wenn auch gute - Kopie des japanischen Judo war und ist. Wir erlernen Judo, die Japaner hingegen fühlen Judo. Nach reichlicher Überlegung entschloss sich Fleck, diese Lücken zu schließen und eigene Gedanken in das Gebiet des Judo hineinzutragen, das traditionelle Judo zu erweitern und unseren (westlichen) Bedürfnissen und unserer Mentalität anzupassen. Nicht gegeneinander, sondern miteinander sollte gekämpft werden.

 

Wally Strauß

Strauss

Julius Fleck verstarb im Jahre 1967 und hinterließ sein geistiges Erbe dem gebürtigen Österreicher Prof. Wally Strauß, 10. Dan, aus Ringwood im australischen Bundesstaat Victoria. Als legitimer Nachfolger modifizierte Wally Strauß (1908-1988) das Judo-Do zum IDO, der immerwährenden (perpetuellen) Bewegung. Somit wurde IDO ein Werkzeug zur Schulung von Körper und Geist. IDO versinnbildlicht die unbegrenzte Bewegung und IDOKAN das Haus der unbegrenzten Bewegung. Der innere Weg (die geistige Kraft) und optimale Bewegungsschule stehen hier im Vordergrund. In der Praxis bedeutet IDO das Aneinanderreihen von Aktionen, sei es beim Judo oder in der Form von Karate oder anderer Kamfkünste. Im Japanischen ist dies durch Renzoku-Waza, d.h. die Aneinanderkettung von Aktionen, Renraku-Waza (kombinierte Aktionen) und Kaeshi-Waza (Gegenangriffe) ausgedrückt. Zusammengefasst ist IDO die moderne Form von Judo-Do, passend auf alle Budo-Disziplinen, vorausgesetzt, der Budoka erfasst den tiefen Sinn der immerwährenden Bewegung.

Hinweis: Es gibt weitere Nachfolgerlinien über damalige Mitarbeiter von Prof. Fleck: z.B. über Adolf Bauer zu Franz Strauß, 10. Dan; diesem ist der Verdienst um die Erhaltung des ursprünglichen Judo-Do Systems zuzusprechen.

 

Hubert Baron Klinger von Klingerstorff

Klingerstorff

Hubert Baron Klinger von Klingerstorff, 10. Dan, (*18.01.1920 - 18.03.1998) war u.a. ein Schüler von Mikinosuke Kawaishi (Frankreich) und Erich Rahn (Deutschland), des Weiteren Schüler und Mitarbeiter von Prof. Julius Fleck. Er war ein wahrer Künstler auf der Matte sowie ein faszinierender Lehrer und zählt zu den Pionieren des Jiu-Jitsu, Judo-Do und Judo in Europa. In den 50iger Jahren verfasste der Autor vieler Kampfkunstbücher, das einzige Buch über Judo-Do "Judo und Judo-Do – Die hohe Schule des Kampfes". Eine französische Übersetzung dieses Buches ist sogar im Kodokan Archiv in Tokio zu finden. Als Ehrenpräsident von Idokan Europe International war er sowohl Freund wie auch enger Vertrauter von Direktor Hans Schöllauf und bis zum Lebensende seinem Budo verbunden. Diesen beiden Persönlichkeiten und ihrem immerwährenden Idealismus dürfen wir es verdanken, dass das Ido in Europa Verbreitung fand.

Hans Schöllauf

Schoellauf

Seit dem Tod von Wally Strauß führte Direktor Hans Schöllauf aus Wien (10. Dan, Shihan) das geistige Erbe des Ido fort. Laut Shihan Schöllauf ist das höchste Ziel des Ido die Entwicklung der inneren Kraft (Lebensenergie - Ki) und die Steigerung der geistigen Kraft. Dies führt zu einem reifen Mensch, der sein Ego überwunden hat und ein echtes, wertschätzendes Miteinander praktiziert. Hierbei sind vor allem Übungen des natürlichen Atmens, Energie - Ki-Übungen und Meditation im Sitzen, Stehen, Gehen und in der Bewegung (Kumite und Kata) auszuüben.

 

 

Rudi Gabert

Gabert

Hans Schöllauf verstarb im Juli 2011 in Wien. Im August 2003 erhielt Rudi Gabert (9.Dan Ido) von Direktor Hans Schöllauf den Auftrag, als sein Nachfolger Ido in Theorie und Praxis weiter zu entwickeln und als Botschafter national sowie international zu verbreiten. Als „reisender Instructor“ unterliegen seine Aktivitäten keiner Förderation und er wird seine Fähigkeiten und Kenntnisse im Sinne der Altmeister weitergeben. Nach dem Tode von Hans Schöllauf trat Rudi Gabert die offizielle Nachfolge am 28. Juli 2011 an.

Aktuelles

Modern Arnis / Messer - 10 Jahre aktiv in der Jiu-Jitsu und Karate Schule Penzberg - Jubiläumslehrgang MAMD - Idokan Europa

21. Oktober 2017 13.00 - 17.30 Uhr

22. Oktober 2017  9.30 - 13.30 Uhr in Penzberg, Neue Sporthalle am Wellenbad

mit W. Schnur 10. Dan/Kombatan; R. Herlt 8. Dan/Kombatan; T. Kosuch 6. Dan/Jiu-Jitsu; R. Notter 5. Dan/Kombatan; T. Zumpf 3. Dan/Modern Arnis; W. Fischer 3. Dan/Modern Arnis; R. Kinder 2. Dan/Modern Arnis; F. Gorgiel 2. Dan/Modern Arnis; F. Stallmann 2. Dan/Modern Arnis

 Idokan Australien in Penzberg - Lehrgang und Dan-Prüfungen mit Shihan Kevin Walsh am Samstag, 12. August 2017

Herzlichen Glückwunsch an Thomas Klima (1. Dan Jiu-Jitsu), Felix Wegener (1. Dan Karate), Michael und Tobias Lindinger (jeweils 3. Dan Jiu-Jitsu) für die exzellent bestandenen Prüfungen. 
Im Anschluss an den Lehrgang mit Kevin wurden von Soke Rudolf Gabert, Hanshi Idokan International, zwei Ernennungen ausgesprochen.
In Würdigung der Verdienste bei der Verbreitung des Idokan und auf Grund langjähriger Verdienste und erfolgreicher Verbandsarbeit wurden Josef Holzmann, Renshi, und Kevin Walsh, Kyoshi, zu Vize-Präsidenten des Idokan International ernannt.

 

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